Grußworte

MICHAEL BECKER
Intendant Tonhalle Düsseldorf / Düsseldorfer Symphoniker

Liebes Flautando. So alt sind Sie schon? Wann haben Sie begonnen – mit fünf?
Es ist ein Vergnügen zu sehen, mit welcher Leichtigkeit, mit welcher modernen Durchlässigkeit und mit welchem sicht- und hörbaren Vergnügen Sie seit 20 Jahren der Routine entkommen.Darum beneiden Sie viele Kollegen und (sie sagen es nur nicht freiwillig) natürlich auch um Ihre Instrumente. 500 Jahre Musik mal so eben, voll authentisch und trotzdem lebendig. Herzlichen Glückwunsch. <

ANKA ZINK
Komikerin

Flautando ... da werden einem die Flötentöne beigebracht, so dass einem Hören und Sehen ein Genuss ist. Sinnlich, füllig, vielseitig und überraschend. Nach einem Flautandokonzert sind alle Vorurteile über die Flöte vergessen und freudig erlebt man große Musik. Herzlichen Glückwunsch, Flautando! <

PROF. PETER HOLTSLAG
Hochschule für Musik und Theater Hamburg

Zwanzig Jahre Flautando Köln ... wieviele Konzerte, wieviele Aufnahmen, wieviele Kurse, wieviele Impulse ... Jedes von mir gehörte Konzert sprudelte vor musikalischer Energie. Die vier Damen haben alle ihre ganz eigene Persönlichkeit, die sie konstruktiv zu einem kreativen Vulkan werden lassen. Obwohl ich zu ca. 50% an der Ausbildung des Ensembles beteiligt bin, gibt es anscheinend keine bleibenden Schäden.
Die kulturelle Landschaft darf sich glücklich preisen, dieses Quartett in ihrer Mitte zu haben. Möge dies noch ganz lange der Fall sein! <

CLEMENS BIRNBAUM
Direktor / Intendant Händel-Festspiele

Zum 20-jährigen Bestehen von Flautando Köln gratuliere ich ganz herzlich. In unterschiedlichen Funktionen hatte ich mit dem wunderbaren Ensemble immer wieder Kontakt, sei es bei den Berliner Tagen für Alte Musik, bei den Dresdner Musikfestspielen oder erst jüngst beim Kurt Weill Fest in Dessau. Ich erinnere mich gerne an die sehr gute Zusammenarbeit und an die Offenheit, gemeinsam auch einmal neue künstlerische Wege zu beschreiten: So kam es beispielsweise zu einem Konzert mit der Meißener Porzellanorgel oder es wurden neue Arrangements erstellt. Ich wünsche Flautando Köln, dass es weiterhin so offen ist und so beherzt und frisch musiziert, wie ich es erleben durfte. In diesem Sinne: „Happy Birthday den Flautisten!“ <

DR. RICHARD LORBER
WDR 3-Redakteur für Alte Musik

Wie aus einem Weihnachtsvorspiel der Blockflötenklasse an einer deutschen Musikhochschule eines der weltweit renommiertesten Spezialensembles für Alte Musik (und nicht nur das) geworden ist, gehört für mich zu den erstaunlichen und erfreulichen Begebenheiten des Musiklebens, soweit ich es überblicke. Flautando Köln steht heute ja nicht nur für die Pflege des Consortspiels, sondern für Genre-übergreifende Programme, für Entdeckungen, für avancierte Musik und für die Fähigkeit, auf ein junges Publikum zuzugehen. Das Spezial-Repertoire für Blockflötenensembles ist naturgemäß begrenzt, diese Musik aber haben die in ihren Recherchen findigen und musikgeschichtlich mit allen Wassern gewaschenen Enbsemblemitglieder in allen Winkeln durchsucht und Erstaunliches zu Tage gefördert und dabei immer wieder eine so kritische Redaktion wie die der Alten Musik im WDR mit unkonventionellen und spannenden Programmideen überzeugt. Auf diese Weise sind zusammen mit dem WDR in den letzten Jahren zahlreiche Aufnahmen entstanden, zuletzt eine – nach meinem Wissen bisher so nicht da gewesene – Erforschung des für Blockenflötenensemble tauglichen Repertoires in England unter Heinrich VIII. und Elisabeth I. (Dazu muss man wissen, dass der englische König eine Sammlung von 147 Blockflöten besaß; Flautando Köln hat in den letzten 20 Jahren schon über 50 angesammelt. Es bestehen also Chancen den englischen König zu übertrumpfen.) Im Konzert und in Workshops nehmen die vier sympathischen Musikerinnen unmittelbar für sich und Ihre Kunst ein. So ernten sie nicht nur enthusiastische Kritiken, sondern engagieren sich sogar fast als nationale Kultur-Botschafterinnen, wenn sie in Nicaragua und anderswo Musik-Lehrern und Lernwilligen nicht nur die Flötentöne beibringen, sondern die Begeisterung für ein seit 20 Jahren eindeutig wieder im Aufschwung begriffenes Instrument. <

HENNING UND LUISE SCHERF
Vorstand von Pan y Arte, Bremen

Wir kennen und lieben die Flautando-Frauen schon seit langer Zeit. Mit jedem Konzert, das wir von ihnen hören, wächst diese Zuneigung: sie sind Meisterinnen auf ihren Instrumenten und nehmen uns mit ihrer Kunst gefangen. Von der Renaissance bis zur zeitgenössischen Musik spielen sie stilsicher und wunderschön, und wir freuen uns über jedes ihrer klug und liebevoll zusammengestellten Programme.

Was uns besonders stark mit ihnen verbindet, ist ihre Arbeit in Nicaragua. Seit 1997 fahren sie regelmässig dorthin, helfen den Kindern von „Música en los Barrios“ (Musik in den Armenvierteln) in Managua beim Erlernen des Blockflötenspiels und geben den Lehrern Unterricht in Spieltechnik, Musik-Didaktik und -Geschichte. In tropischer Hitze sitzt dann die Eine im Schatten auf dem Hof eines ärmlichen Schulgebäudes und übt mit drei oder vier Lehrern eine bestimmte Technik, während die Andere ein paar Meter weiter Einzel-Unterricht gibt – ohne akustische Isolierung zwischen den beiden „Spielstätten“, aber mit höchster Konzentration und Zuwendung zum Gegenüber. Die Flautando-Frauen tun das alles ohne Gage, nur die Reisekosten werden bezahlt. Die Liebe zu diesem schönen Kultur-Projekt, das von dem in Münster ansässigen Dach-Verein Pan y Arte e.V. finanziert wird, und die Begeisterung für die Arbeit mit den wissbegierigen, musikalischen Kindern und Jugendlichen in diesem bettelarmen Land hat uns zu Freunden gemacht. Wir danken den „Flautandos“ sehr für ihren unermüdlichen Einsatz und wünschen ihnen weiterhin Erfolg und alles, alles Gute. <

JÜRG BAUR
Komponist (verstorben Januar 2010)

Verehrte liebe Kolleginnen!
20 Jahre Flautando Köln immer accerlerando niemals ritardando stets weiter so!
Herzliche Glückwünsche zum Jubiläum, und weiterhin viele erfolgreiche Konzerte, und dabei Freude an guter alter und interessanter Neuer Musik!
Das alles verbindet Sie mit dem inzwischen uralten Komponisten seit langer Zeit, dessen Opus „Tre studi per quattro“ – drei Fantasien für Blockflöten-Quartett – Sie häufig in Konzerten und bei Rundfunkproduktionen mit Erfolgaufführten.
[...]
Liebe Kolleginnen, vergessen Sie den alten Baur nicht ganz [...].
Wiederholte viele gute Wünsche und herzliche Grüße Ihres
Blockflöten-Komponisten <

JAN ROKYTA
Musiker und Komponist,
Tschechien

Einfach Genuss am Zusammensein ... Selten bin ich in meinem Leben einem Ensemble begegnet, wo alle Mitglieder so fühlbar eindeutig in dieselbe Richtung schauen …
Seit einem Jahr kenne ich Flautando Köln etwas mehr persönlich. Bei unseren Begegnungen über meinen Kompositionen sind mir bei den vier Damen ein paar Sachen aufgefallen und im Gedächtnis geblieben: Passion und Freude am gemeinsamen Musizieren, Neugier und Hunger nach Neuem und Unbekanntem, aber auch – und das sieht man nicht so oft – natürliche Freude am einfachen Zusammensein!
Das ist das Erfolgskonzept Flautandos, das ist der feste Grund, um zusammen ein Ensemble zu formen, das von der Musik lebt und auch leben will! Flautando beweist, dass durch gemeinsame Kompromisse (bei diesem Ensemble ab und zu sogar gerne gemacht, denke ich …) die einzelnen Persönlichkeiten einander in dem Ensemble unterstützen und ... auch verstärken. Flautando Köln ist dadurch viel mehr als 4 x 1 … Liebe Damen, habt meinen herzlichen Glückwunsch zu euerem zwanzigsten Jahrestag!
Ich wünsche euch alles Gute für die nächsten Jahre. Bleibt weiterhin zusammen musikalisch inspiriert und bleibt auch weiterhin zu eurer und meiner Freude zusammen! <

LOUWRENS LANGEVOORT
Intendant der Kölner Philharmonie

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Mitglieder von Flautando Köln, als Intendant der Kölner Philharmonie ist es mir eine große Freude, Ihnen zum 20-jährigen Bestehen Ihres Ensembles zu gratulieren.
Gerne denke ich an Ihre Konzerte bei uns im Haus, oder auch bei unseren Philharmonie-Veedel Konzerten zurück, in denen Sie immer mit Ihrer klangfarblichen Vielfalt und Ihrer Spielfreude überzeugt haben. Es sind gerade Ensembles wie das Ihre, die wesentlich für das Kölner Musikleben sind. Ihre Konzerte ziehen neugieriges Publikum an, das Sie schnell durch ihr vitales Spiel und die unkonventionelle Programmgestaltung für sich begeistern können. Die Menschen gehen beschwingt aus Ihren Konzerten, werden ein interessiertes Publikum bleiben und letztlich auch den Weg in die Kölner Philharmonie finden.
Ich freue mich auf viele weitere Konzerte von Flautando Köln und eine weiterhin fruchtbare Zusammenarbeit. <

KLAUS L NEUMANN
Langjähriger WDR 3-Redakteur für Alte Musik

Als vor 20 Jahren in kurzem zeitlichem Abstand vier junge Musikerinnen die Klasse von Prof. Günther Höller an der Kölner Musikhochschule verließen, konnte man an ihrem erstklassigen Abschneiden im Examen sehen und hören, dass man es mit sehr begabten und technisch reifen Blockflötistinnen zu tun hatte. Doch die Gründung und Entwicklung von Flautando Köln übertraf dann alle künstlerischen Erwartungen. Seit zwanzig Jahren gehen jetzt von Flautando Impulse aus, die noch im fernen Mittelamerika nachvibrieren.
Daher: Dank für viele aufregende Stunden in Konzerten, Dank für viele phantastisch einstudierte Programme, auch an Flautando plus übrigens, Dank für Ihr soziales Engagement. Wir Hörer sind dank der Initiativen von Flautando beschenkt – und anspruchsvoller - geworden, was gute Ensemblearbeit betrifft. Ad multos annos. <