Música en los Barrios - Geschichte und Entwicklung

"Barrios" - so lautet die spanische Bezeichnung für die Armenviertel großer Städte. Den Kindern dieser Stadtteile in der nicaraguanischen Hauptstadt Managua widmet sich das Projekt 'Musica en los Barrios'.

Vier Personen standen anfänglich für die Projektidee. Der Priester Angel Torellas gründete gemeinsam mit der US-amerikanischen Nonne Margerita Navarro das "Centro Cultural de Batahola" (Kulturzentrum mit einer Kirche im Armenviertel Bata-hola). Sie begannen 1983 damit, Kindern im Barrio Batahola Norte Flötenunterricht zu geben. Luise Scherf verließ 1986 ihre Heimatstadt Bremen um für eineinhalb Jahre in Managua an der Musikschule zu unterrichten. Die US-Amerikanerin Dorothy Barnhouse brachte seit 1988 Kindern eines Barrios einige Lieder für den Gottesdienst bei. Die vier lernten sich kennen und arbeiteten künftig gemeinsam für 'Musica en los Barrios'.

Die Resonanz war enorm, immer mehr Kinder kamen zum Flöten, Singen und Tanzen. Inzwischen sind aus den Kindern, die in den achtziger Jahren hier die ersten Musikstunden erhielten, Erwachsene geworden. Und einige von ihnen gehen heute selbst als Lehrer (profesores) für 'Musica en los Barrios' in andere Stadtviertel Managuas um dort mit den Kindern und Jugendlichen zu musizieren.

Weitere Infos unter:
http://www.c3mundos.org/de/musica-en-los-barrios

https://www.facebook.com/musica.enlosbarrios

Seit 1997 reisen wir von Flautando Köln regelmäßig nach Nicaragua, um die jungen Blockflötenlehrer weiterzubilden.

Seit einigen Jahren sind auch die Flötistinnen und Musikpädagoginnen Iris Hammacher-Schneider und Annette Hils mit im Boot. Sowohl mit uns gemeinsam als auch alleine, waren sie mittlerweile bereits vier Mal in Managua um die profes von MelB fortzubilden.