Konzerterlebnisse mit Flautando Köln
Musik vom Mittelalter bis zur Moderne

Alle Programme auf Wunsch mit kurzweiliger Moderation.

Eine Übersicht aller Hörbeispiele finden Sie unter dem Menüpunkt "Medien".

Wir würden uns freuen, wenn einer der Programmtitel Ihr Interesse findet. Selbstverständlich stellen wir auch ein Programm nach Ihren Vorstellungen zusammen oder geben gerne nähere Informationen zu den einzelnen Programmen.

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Travelling Circus – Jahrmarkt

Jahrmärkte ziehen seit dem Mittelalter die Besucher in Ihren Bann. Schon allein der Gedanke an einen Jahrmarkt weckt Gefühle der Lebenslust, der Freude und Unbeschwertheit. Bei jedem Gang über die Kirmes eröffnen sich neue, faszinierende Eindrücke, die Flautando Köln in einem musikalischen Entwurf mit gekonnt zusammen gestellten Stücken bündelt.

Raffinierte Bearbeitungen von John Playfords Tanzmelodien entführen in ein englisches Landhaus, Wild Virtuoses aus dem Nachbarland suggeriert hingegen die Atmosphäre eines irischen Pubs, der gut neben dem Rummelplatz stehen könnte. Für innige Momente sorgen die orientalisch angehauchten Klänge der „Gnossienne“ Erik Saties und die eindringliche Motette Palestrinas zum 42. Psalm. Wie bei den verschiedensten Buden des Jahrmarkts betreten die Zuhörer bei jedem Stück eine kleine neue Welt.

Die vier Flötistinnen lassen keinen Zweifel daran, in jeder dieser Szenerien zu Hause zu sein. Wandlungsfähig und mit viel Einfühlungsvermögen machen sie den Gang über einen musikalischen Jahrmarkt zum spannenden Konzerterlebnis voller Überraschungen.

Und immer im Gepäck dabei: 40 Instrumente, von der 20 cm kleinen Sopranino bis zur 2 m großen Subbassblockflöte – Vielfalt, wie es sich für einen Jahrmarkt eben gehört.

Kaleidoskop

40 verschiedene Blockflöten und eine Sopranstimme: seit 27 Jahren geben die vier Frauen von Flautando Köln umjubelte Konzerte auf den Podien weltweit. Mit „Kaleidoskop“ präsentiert das Spitzenensemble Stücke, die weltweite Musikgeschichte abbilden. Ein Kaleidoskop der Stile, mit Geist und Geschmack, Finesse und Fantasie, charmant moderiert.

Eigene Arrangements türkischer und irischer Volkslieder sind für Flautando Köln längst zu einem Markenzeichen geworden und geben den vier Flötistinnen Gelegenheit, ihre Virtuosität und Kreativität unter Beweis zu stellen. In diesem Programm dürfen sie genauso wenig fehlen wie ein festliches Konzert Georg Philipp Telemann oder ein liebevoll-unterhaltsamer Variationszyklus Wolfgang Amadeus Mozarts. Auch für ruhige Momente gibt es Raum im musikalischen Kaleidoskop, Kurt Weills „Youkali“ entwirft eindrucksvoll das Bild eines irdischen Paradieses, in dem alle Hoffnungen und Wünsche in Erfüllung gehen. Bilder längst vergangener Zeiten beschwören die Musikerinnen mit einem Potpourri aus Minnesänger Neidharts Melodien, während das erst vor zwei Jahren komponierte „Swirling Leaves“ Racheal Cogans ein ganz anderes Farbenmosaik hervorruft.

Wie auch immer sich das Kaleidoskop auch drehen mag, jede neue Facette wird von diesem Ausnahemquartett gekonnt und dabei immer wieder überraschend in Szene gesetzt.

„Kaleidoskop“: ein Spiegel der Zeiten, der Ethnien, der Charaktere und unseres Lebens, das sich ständig wandelt, jedoch immer gleich bleibt in der Sehnsucht nach der Fülle der Zeit.


Heimat

Heimat hat viele Gesichter. Und für jeden von uns andere.

Heimat steht nicht nur für einen Ort, sondern wir erleben sie als das Gegenteil von Fremdsein. Da zu sein, wo man sich geborgen und geliebt fühlt.

Für Flautando Köln ist das die Musik. Ob fröhlicher Londoner Straßensong des 17.Jahrhunderts oder ein leidenschaftliches Liebeslied des Minnesängers Neidhart von Reuental, die vier Ausnahmeflötistinnen finden stilsicher immer eine musikalische Sprache, die sich vertraut anfühlt.

Von ihre eigenen raffinierten Arrangements türkischer oder rumänischer Volkliedern bis hin zu den kühn virtuosen Kompositionen des tschechischen Komponisten Jan Rokytas – all diese sehr unterschiedliche Musik weckt beim Hören schnell eine gewisse Geborgenheit. Also Heimat.

Dabei hat Heimat nun nichts mit nationalen Gefühlen zu tun, sondern im Gegenteil: Flautando Köln musiziert eine Heimat herbei, die Grenzen nicht kennt – weder zeitliche noch räumliche. So kann diese Musik dazu beitragen, den überall grassierenden Nationalismus zu überwinden mit einem Heimatverständnis, das in universaler Musik aufgeht. Weltmusik vom Feinsten.


Die Harmonie der Welt

Die Lehre der vier Elemente beschreibt alles Leben als ein Ergebnis des Zusammenwirkens von Feuer, Wasser, Erde und Luft Nach dieser Lehre gehört jedes der 12 Tierkreiszeichen zu einem der Elemente, jedem Tierkreiszeichen wiederum ist eine bestimmte Tonart zugeordnet.

In Tonarten, Tierkreiszeichen und Elementen manifestieren sich wesentliche Ausdrucksbereiche der menschlichen Charakter- und Gefühlswelt, in jeder Tonart erklingt ein bestimmter seelischer Ausdruck.

Das Wissen um die Bedeutung dieser Zusammenhänge ist mehrere tausend Jahre alt. Philosophen, Mathematiker, Astronomen und Astrologen haben sie seither erforscht und die Verbindung von Mensch, Musik und Kosmos in vielfältigen Schriften dokumentiert.

In welcher Tonart ein Werk komponiert wird, ist also kein Zufall. Komponisten aus allen Jahrhunderten benutzen in ihren Werken verschiedene Tonarten um verschiedene Seelenzustände musikalisch abzubilden.

Die Musikerinnen von Flautando Köln haben aus ihrem reichen Repertoire einige Werke ausgewählt und präsentieren in ihrem Programm „Harmonie der Welt“ Musik der vier Elemente vom 16. Jh. Bis heute.


„Mais, tout parle d’amour -
Aber alles spricht von der Liebe“

Die Liebe, in all ihren Facetten und Erscheinungsformen hat zu allen Zeiten Künstler zu großen Werken inspiriert. Auch die Komponisten und Textdichter haben dieses Thema ausgiebig bearbeitet. Zu hören sind heitere, ausgelassene Liebeslieder, aber auch sehnsuchtsvolle und tieftraurige Musik. Mal betrübt, mal hoffnungsvoll wird Musik aus Mittelalter, Renaissance und Barock vorgestellt.

„Dies wunderbarste Rätsel aller Zeiten...“ Joh.Seb.Bach
(Zitat R.Wagner)

Johann Sebastian Bach - heute wohl der berühmteste Komponist der Barockzeit verehrte und studierte die verschiedensten Komponisten seiner und vor seiner Zeit. Neben Werken von ihm selber hören Sie Stücke, deren Komponisten in Verbindung verschiedenster Art mit dem großen Meister des Barock standen.

Armada

Spanien und England standen in der Renaissance in vielfältiger Beziehung zueinander. Freundschaftlich zunächst wurden die Königreiche miteinander verknüpft: Heinrich der VIII heiratete Katharina von Aragon, die Tochter der berühmten „katholischen Könige“ Ferdinand von Aragon und Isabella von Kastilien. Für ihn war es die erste Ehe, die er jedoch annullieren ließ um Anne Boleyn heiraten zu können. Dazu löste er sich von Papst und Kirche und ernannte sich selbst zum Oberhaupt der von ihm eigens gegründeten anglikanischen Kirche. Der Grundstein zur Feindschaft mit Spanien war gelegt, die sich immer weiter auch zu einem Krieg der Konfessionen entwickelte. Hier das streng katholische Spanien, dort England dessen anglikanische Kirche dem Protestantismus nahestand.

Das Kind der Beziehung zwischen Heinrich und Anne Boleyn, Elisabeth, sollte später eine der mächtigsten Königinnen werden. Das zunächst noch einigermaßen neutrale Verhältnis zu Spanien wurde zunehmend angespannter. So unterstützte Elisabeth z.B. die protestantischen Niederlande, die sich gegen die spanische Herrschaft auflehnten. Sie regierte 45 Jahre und schlug unter anderem die spanische Armada in der berühmten Seeschlacht vernichtend.

Sowohl unter Elisabeth, als auch unter ihrem Vater Heinrich erblühten die Künste, zahlreiche Musiker, Maler, Schriftsteller wurden von ihnen an den englischen Hof berufen. Der König selber war ein begeisterter Musiker, der sogar eigene Kompositionen verfasste. Auch im mächtigen spanischen Herrschaftsgebiet wirkten allerorten berühmte Künstler und Musiker.

Das Programm verbindet Werke aus dem englischen Königshaus Tudor mit anderen aus Spaniens „goldenem Zeitalter“.


"Uns kompt ein Schiff gefahren"

Advents- und Weihnachtsfreude hat unterschiedliche Gesichter, von erwartungsvoller Unruhe über ausgelassenen Frohsinn und festliche oder besinnliche Atmosphäre bis hin zur versunkenen Meditation. Wir haben daher Stücke zusammengestellt, die diese verschiedenen Stimmungen auch musikalisch widerspiegeln, und die möglichst viele der bunten Farben darstellen, in denen das Bild von Weihnachten über die Zeiten hinweg ausgemalt worden ist. So erklingen neben weihnachtlichen Liedern und Chorälen auch nicht weihnachtliche Stücke, die einerseits ein Gegengewicht bilden, andererseits aber den jeweiligen Gestus aufgreifen und ihn in eigener Weise weiterführen.

"Time Warp"

Alte und Neue Musik treffen aufeinander - jedem Stück eines lebenden Komponisten wird ein Werk eines im Schnitt bereits seit 600 Jahren verblichenen Kollegen gegenübergestellt mit überraschende Einblicke in die verbindenden musikalischen Strukturen. Ein ästhetischer und spannender Dialog über Jahrhunderte hinweg.
Werke von Shinohara, Frans Geysen, Julian Klein, Torsten Wilke Müller und anderen.